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Praxis für Logopädie - Angelika Barasch
Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen
Treffpunkt für Betroffene und Angehörige
POLYKLINIK Süd - Melchendorfer Str. 1
Häßlerstr. 6 - 99096 Erfurt

Tel.: 03 61 / 6 53 86 79 - Fax: 03 61 / 6 53 86 80 - e-Mail: angelika.barasch@logopaedie-erfurt.de

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Aphasie


Praxisschwerpunkt
Therapie bei neurologischen Erkrankungen
 

Aphasie

In der Schlaganfallrehabilitation stellen aphasische Sprachstörungen neben den Paresen die häufigsten Beeinträchtigungen dar. Dabei handelt es sich um Störungen höherer Hirnleistungen. Bei 23% der Schlaganfallpatienten entwickelt sich in Folge des Ereignisses eine Aphasie,15% der Patienten behalten erhebliche Kommunikationsstörungen zurück. Aphasien können isoliert oder auch in Verbindung mit Sprechapraxien, Dysarthrien oder Dysphagien auftreten. Die Tatsache, dass die Häufigkeit von Aphasien und deren Folgen eine langandauernde Behinderung bewirken, verdeutlicht die Notwendigkeit einer wirksamen logopädischen Betreuung.

Die Therapie der Aphasie läuft in drei Phasen ab:

1.Aktivierungsphase (tägliche Therapie bis zu 30 Minuten)

2.Aufbauphase (bis zu 3 Therapien wöchentlich bis zu 2 Jahren,  ambulante Weiterführung der Therapie nach Entlassung der Entlassung aus dem Krankenhaus oder aus der Rehabilitationsklinik)

3.Konsolidierungsphase (1 Therapie wöchentlich bis zu 1 Therapie monatlich im Anschluss an die Aufbauphase mit Gruppentherapie und Kommunikationstraining sowie in Selbsthilfegruppen)

Die erforderliche Dichte der Behandlung in der Aktivierungsphase ist meist nur in neurologischen Abteilungen von Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken zu organisieren. Die ambulante Therapie sollte sich deshalb nahtlos daran anschließen. Der Patient soll schnellstmöglich bei geringster psychischer Belastung ein adäquates Kommunikationsverhalten aufbauen können. Der Betroffene soll sein Leben, auch als Behinderter, bewältigen können. Nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus und in der Rehabilitationseinrichtung kommt der Patient möglichst in den häuslichen Bereich zurück. Die erforderlichen ambulanten medizinischen Maßnahmen müssen von dem niedergelassenen Arzt verordnet werden.

Die Praxis für Logopädie hat sich zum Ziel gesetzt, dem möglichst ganzheitlichen Aspekt der Rehabilitation Rechnung zu tragen. Bereits während der Aktivierungsphase (spätestens nach Entlassung aus dem Krankenhaus bis zur Aufnahme in eine spezielle Rehabilitationsklinik oder nach einer Anschlussheilbehandlung) wird nur bei entsprechender Verordnung die Therapie nahtlos ineinander übergehen und fortgesetzt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass nur bei frühzeitiger und intensiver Therapie größtmöglichste Erfolge (z. B. Wiedererlangung des prämorbiden Sprachniveaus und Aufbau des Selbstwertgefühls) einsetzen.

Die Erfolge der medizinischen Rehabilitation sind nur von kurzer Dauer, wenn sie nicht nach der Entlassung aus der Klinik gesichert werden. Eine langjährige Betreuung ist daher zwingend. Dies erfordert auch einen engen Kontakt zwischen Krankenhaus, Rehabilitationsklinik, den Vertragsärzten, den Selbsthilfegruppen und der Praxis für Logopädie. Die Praxis will deshalb den Bewältigungsprozess nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder aus der Rehabilitationsklinik durch optimale logopädische Versorgung unterstützen. Hausbesuche werden bei entsprechender ärztlicher Verordnung durchgeführt. In Fachkreisen ist zwischenzeitlich unstrittig, dass neben der stationären Rehabilitation die ambulante Rehabilitation zukünftig eine wachsende Bedeutung erhalten wird. Für den Erfolg der Langzeitbehandlung gehört auch die Einbeziehung des Lebenspartners. Hierzu sind Gesprächsgruppen für die Angehörigen aufzubauen. Plattform hierfür können Selbsthilfegruppen sein. Die Praxis steht im engen Kontakt zu den Selbsthilfegruppen für Aphasie in Erfurt; aktive Mitarbeit ist Bestandteil des Therapiekonzeptes.

Die Aphasie darf nicht als Syndrom allein gesehen werden, sondern der Aphasiker muss als Mensch mit seiner ganzen Persönlichkeit zum Gegenstand der logopädischen Therapie gemacht werden.

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