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Praxis für Logopädie - Angelika Barasch
Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen
Treffpunkt für Betroffene und Angehörige
POLYKLINIK Süd - Melchendorfer Str. 1
Häßlerstr. 6 - 99096 Erfurt

Tel.: 03 61 / 6 53 86 79 - Fax: 03 61 / 6 53 86 80 - e-Mail: angelika.barasch@logopaedie-erfurt.de

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Stottern


Entwicklungsstottern - Stottern - Poltern
 

Unter Stottern (Balbuties) versteht man Störungen des Redeflusses durch Wiederholen von Lauten, Silben und Wörtern und/oder durch Blockaden. Pressendes Verharren in der Artikulationsstellung und auffällige Bewegungen der Mimik und Körpermotorik (sog. Mitbewegungen) können bei chronischem Stottern auftreten, ebenso emotionale Begleiterscheinungen (Angst-, Wut-, Schamreaktionen) und sprachliches und/oder soziales Vermeidungsverhalten. Oft ist die gesamte Kommunikation (auch die Situation des Gesprächspartners) beeinträchtigt. Stottern wird daher auch als Kommunikationsstörung bezeichnet.

Allgemein geht man davon aus, dass Stottern auf Grund verschiedener, kombinierter Faktoren aus dem körperlichen und seelischen Bereich sowie aus Umwelteinflüssen entsteht. Viele Symptome entstehen erst als Reaktion auf das anfängliche Stottern und verändern sich ständig.

Im Alter zwischen 2,5 und 4,5 Jahren treten bei fast allen Kindern im Rahmen ihrer Sprachentwicklung Phasen auf, in denen sie manchmal Satzteile, Wörter oder Silben wiederholen oder im Sprechen innehalten, um das richtige Wort zu finden oder den Ablauf des Satzes richtig gestalten zu können. Diese Unsicherheiten im Sprechablauf sich üblich – sie werden von den Fachleuten als altersgemäße Sprech-Unflüssigkeiten bezeichnet. Sollten diese länger als ein halbes Jahr andauern, müssen die Eltern darauf hinwirken, dass sich kein wirkliches Stottern einstellt. Zur genaueren Abklärung sollte dann ein Logopäde aufgesucht werden.

Poltern ist eine Störung oder Dyskoordination der Sprachgestaltung. Poltern zeigt sich in einem schnellen überstürzten Sprechtempo. Es treten Auslassungen, Veränderungen und Verschmelzungen von Lauten, Silben und Wörtern sowie Wortumstellungen und Umschreibungen auf. Die Modulation ist monoton. Im Gegensatz zum Stottern zeigen sich kaum Blockierungen oder andere Tonuserhöhungen.
Die Artikulationsmotorik ist beim Polterer selten im Gleichklang mit der Ausatmungs- und Phonationsbewegung. Poltern hat Auswirkungen auf alle sprachlichen Ebenen (Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben) sowie dem Rhythmusgefühl und der Musikalität. Die Aufmerksamkeitsspanne ist verkürzt, die Wahrnehmung gestört. Mängel in der Artikulation werden deutlich.Viele Polterer glauben normal zu sprechen, und sind erstaunt, wenn sie auf ihre Sprach- und Sprechstörung aufmerksam gemacht werden.

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