LOGO01

Praxisgemeinschaft für Logopädie - A. Barasch & B. Riehl
Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen
Treffpunkt für Betroffene und Angehörige
Häßlerstr. 6 - 99096 Erfurt
Tel.: 03 61 / 6 53 86 79 - Fax: 03 61 / 6 53 86 80

00003739

Erwachsene

00007882

00005568
00005639

00007883

Aphasie

 

Aphasien sind zentrale Sprachstörungen nach abgeschlossener Sprachentwicklung. Sie können sich in Beeinträchtigungen aller sprachlicher Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Schreiben, Lesen) äußern. Aphasien können in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auftreten. Sie treten auch sehr oft in Kombination mit anderen neurologischen Störungsbildern (Akalkuli, Apraxie, Dysarthrie...) auf.

Bei der Aphasie kennt man folgende Klassifikationen:

Globale Aphasie
Es ist die schwerste For der Aphasie. Alle Sprachelemente sind stark bis sehr stark gestört. Sprachliche Äußerungen treten kaum bzw. gar nicht auf. Sie beschränken sich auf Sprachautomatismen (Wiederholen von Floskeln – Ja,ja,ja, Opa,Opa,Opa...) und Neologismen (Nichtwörter – Manman, Knatat...)  Das Sprachverständnis ist stark gestört. Benennen, Lesen und Schreiben sind ebenfalls stark gestört. Meist ist nur noch ein Kopieren einzelner Buchstaben möglich.

Broca Aphasie
Spontan sprechen die Betroffenen wenig bis gar nicht. Die Sprachproduktion ist unflüssig und erheblich verlangsamt. Die Äußerungen beschränken sich auf einzelne Wörter und / oder Zwei- bis Dreiwortsätze. Die sprachlichen Äußerungen klingen monoton und abgehackt. Das Sprachverständnis ist gering gestört. Das Lesen und Schreiben sind in gleicher Weise betroffen.

Wernicke Aphasie
DasSprachverständnis ist stark gestört. Die Sprachproduktion ist flüssig. Oft fällt der Betroffene durch sprudelnde, unverständliche und  inhaltslose Äußerungen auf. Wörter, Satzteile werden häufig wiederholt. Das Lesen und Schreiben ist in der gleichen Weise stark gestört.

Amnestische Aphasie
Das Hauptsymptom sind hier die Wortfindungsstörungen.  Das Benennen ist beeinträchtigt. Die Spontansprache der Betroffenen ist flüssig und ist durchsetzt von einzelnen Wortfindungsstörungen und Umschreibungen. Das Sprachverständnis und Schreiben sind mehr oder wenig gestört. Das Lesen gelingt meist flüssig.

Es kommt aber auch sehr oft vor, dass das Störungsbild des Betroffenen nicht klar einer dieser Störungsprofile zugeordnet werden kann.      [mehr >>]

Dysarthrie

Dysarthrien entstehen durch Lähmungen, Schwächen oder Koordinationsstörungen der am Sprechen beteiligten Sprechmuskulatur.
Der Betroffene hat eine verwaschene, kloßige und mühevolle Artikulation. Seine Äußerungen sind meist sehr unverständlich. Oft werden schwierige Laute und Lautverbindungen spontan durch einfachere ersetzt. Endungen werden weggelassen. Die Sprache klingt monoton, verhaucht, leise und nuschelnd.

Sprechapraxie / Buccofaciale Apraxie

Hier liegt eine zentralmotorische Störung des Sprechens vor. Die Programmierung von einzelnen Sprechbewegungen ist nicht mehr möglich. Es liegt aber im Gegensatz zur Dysarthrie keine Lähmung der Muskulatur vor. Die Beweglichkeit der Artikulationsorgane ist nicht gestört.
Bei den Betroffenen fällt eine große Sprechanstrengung auf. Suchbewegungen von Zunge, Lippen ...sind sichtbar. Lange Sprechpausen werden eingeschoben. Der Betroffene versucht sich mehrfach zu korrigieren (T..T..T..Paul). Die Sprache klingt gepresst. Die Stimmeinsätze sind hart. Die Atmung ist extrem hörbar und die Einatmung schnappend.

Akalkulie

Die Akalkulie ist eine Rechenschwäche. Der Betroffene hat Probleme im Umgang mit Zahlen. Es fällt ihm schwer, Zahlen zu lesen und zu schreiben. Sie werden verwechselt, ausgetauscht oder ausgelassen. Die Grundrechenarten werden nicht  oder nur noch bedingt beherrscht. Gleiches gilt bei der Erfassung von Mengen. Diese Symptome zeigen sich als Schwierigkeiten z.B. Wechselgeld zu berechnen, das Fernsehprogramm zu lesen, Banküberweisungen auszufüllen oder einfach nur beim Telefonieren.

Stimmstörungen (Dysphonie)

Dysphonie ist die Störung der Phonation mit der Veränderung des Stimmklangs und der Einschränkung der Stimmleistung. Der Stimmklang kann rauh, belegt, heiser, kratzend, geknarrt, klanglos, überhöht, resonanzarm .... sein. Die Stimme ist nicht mehr voll einsetzbar. Sie ermüdet schnell und versagt bei Anstrengung. Der Patient klagt über Halskratzen, Trockenheit, Schluckzwang, Hustenreiz ..

Symptome einer Stimmstörung: Heiserkeit, Räusperzwang, Kloßgefühl, Trockenheit, Druckgefühl  und Schmerzen im KK-Bereich, Stimmschwäche, reduzierte Stimmbelastung bis totales Stimmversagen (Aphonie)

Pathologische Veränderungen an den Stimmlippen: Stimmlippenknötchen, Reinke-Ödem, Stimmlippen-Polypen    [mehr >>]

Seminare für Stimmtraining

In bestimmten Bereichen der Arbeitswelt bestehen besondere Belastungsfaktoren. Psychischer Druck, erhöhte Arbeitsbelastung, hoher Lärmpegel und unzureichende Arbeitsplatzergonomie haben negative Auswirkungen auf die Stimme. Entscheidend hierfür sind insbesondere Stress, Arbeitsdruck und Versagensangst. In Sprechberufen (z.B. Lehrer, Erzieher, Call-Center-Agent) kann eine chronische Erkrankung der Stimme zur Aufgabe der Tätigkeit zwingen.

Die Praxis hat bereits Erfahrungen bei der Durchführung von Stimmtrainingsseminaren. Entsprechende Seminare haben wir bereits in Call-Centern durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse machen deutlich, dass die Ursachen und Auswirkungen bei Stimmerkrankungen in den betroffenen Bereichen überwiegend noch unbekannt sind.
Diese Aussagen werden bestätigt durch die Studie des CCall-Projekts “Call Center Agent als Sprechberuf - Belastungsfaktoren und Stimmerkrankungen”. Die Untersuchung wurde von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft geleitet, vom Bundesministerium für Arbeit und Sozial- ordnung gefördert und durch den Projektpartner Tekomedia, Bochum, erstellt.

[Home] [Allgemein] [Wir über uns] [Kinder] [Erwachsene] [Schwerpunkte] [Interdisziplinär] [Magnetfeld] [Selbsthilfe] [Kontakt] [News] [Links]