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Praxis für Logopädie

Angelika Barasch

Therapie von Sprach-, Sprech-,
Stimm- und Schluckstörungen

logopaedie erfurt barasch

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Seminare für Stimmtraining

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Stimmstörungen (Dysphonie)

Eine Veränderung des normalen Stimmklangs, die Heiserkeit, wird als Dysphonie bezeichnet. Sie kann sich in besonders schweren Fällen zu einer absoluten Tonlosigkeit (Aphonie) ausformen. Bei den Stimmstörungen kann es sich um organische, funktionelle sowie gemischte organische-funktionelle Veränderungen des Kehlkopfes (Larynx) handeln. Als Stimmkrankheit werden organische Erkrankungen des Kehlkopfes bezeichnet. Dagegen erfaßt der Begriff der Stimmstörung eher funktionelle Veränderungen. Eine klare Trennung zwischen organischen und funktionellen Veränderungen des Larynx ist in der täglichen Praxis oft nicht einfach bzw. nicht möglich, so dass der übergeordnete Begriff Stimmstörung weitgehend Verbreitung gefunden hat. 
Aus einer organisch bedingten Stimmkrankheit kann sich eine funktionelle Stimmstörung entwickeln. Aber auch der umgekehrte Weg, das Übergehen von einer funktionellen Stimmstörung in eine organische Erkrankung ist sehr häufig.

Das Leistungsprofil der Stimme umfaßt mehrere grundlegende Einzelleistungen. Diese müssen in einer ausführlichen Anamnese und notwendigen Untersuchungen erfaßt werden. Auf dieser Basis kann dann der Logopäde gemeinsam mit dem Patienten den Behandlungsplan aufstellen. Wichtig für die Arbeit des Logopäden ist eine vorherige laryngologisch-phoniatrische Beurteilung des überweisenden HNO-Arztes.

In der Anamnese muss der Tharapeut Informationen über den Beruf (Sprechberuf), die Art und Dauer der Stimmbelastung und den Zeitpunkt, wann unter Sprechbelastung Stimmprobleme auftreten. Bei den funktionellen Stimmstörungen ist die Ursache oft ein unökonomischer (ein „Zuviel“ oder ein „Zuwenig ) Stimmgebrauch. Die Patienten klagen über Heiserkeit, Mißempfinden und oft sogar Schmerzen im KK-Bereich. Die Stimme klingt rauh, belegt, zu leise, zu laut, gepreßt.... Der unphysiologische Stimmgebrauch kann zu Veränderungen an den Stimmlippen (Polypen, Knötchen...) führen. Immer stärker treten Stimmstörungen im Zusammenhang mit extremer beruflicher Stimmbelastung (Lehrer, Erzieher, Mitarbeiter in Call-Centern....) auf. Oft sind diese auch mit psychischen Komponenten gekoppelt. Organsiche Veränderungen (Lähmungen der Stimmlippen, Tumore, neurologische Erkrankungen ....) sind auch sehr häufig Ursache für die Veränderung des Stimmklangs und die Belastbarkeit der Stimme.

Die Stimmtherapie beinhaltet fünf wichtige Parameter: Eutonie, Haltung, Atmung, Phonation und Artikulation. Die Therapien finden 1-2 mal wöchentlich statt. Um eine solide Grundlage für einen physiologischen Stimmgebrauch zu legen, benötigen Logopäde und Patient in der Regel 20 Therapieeinheiten. Bei sehr ausgeprägten funktionellen Dysphonien und den meisten organischen Stimmstörungen wird sich die Anzahl der Therapien verlängern. Auch hier sind regelmäßige laryngologisch-phoniatrische Untersuchungen des betroffenen Patienten wichtig.